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Moorlandschaft in Horb © Pascal von Sengbusch

Moore

Urwüchsige Inseln in der Kulturlandschaft

Die zahlreichen Moore, Feucht- und Nasswiesen im Südschwarzwald sind Heimat für viele seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten.

Durch die starken Niederschläge, vor allem im West- und Hochschwarzwald, konnten sich in einigen Senken großflächige Hochmoore ausbilden. Sie stellen mit die schützenswertesten Lebensräume im Naturpark dar. Durch jahrzehntelange Entwässerung und Torfabbau sind sie heute zur Seltenheit geworden. Dabei bieten sie auf Grund ihrer extremen Lebensbedingungen eine Heimat für Tiere und Pflanzen, die nur hier vorkommen, wie der Schmetterling Hochmoorgelbling oder die Libelle Kleine Moosjungfer.

In Bereichen mit großflächigem Wasseraustritt konnten sich besonders im Gebiet des Feldbergs Niedermoore bilden mit fleischfressenden Pflanzen, wie dem Rundblättrigen Sonnentau und dem Alpenfettkraut. Im Herbst blüht hier der violette Sumpf-Enzian.

Moore sind aber nicht nur wertvoller Lebensraum für Pflanzen und Tiere, sie dienen auch dem Klimaschutz, denn intakte Moore binden Kohlenstoffdioxid.

Moor-Wanderungen

Wenn Sie Lust bekommen haben, diese beeindruckenden "urwüchsigen Inseln in der Kulturlandschaft" näher kennen zu lernen, finden Sie demnächst in der unten stehenden Liste eine Auswahl der Moore im Naturpark Südschwarzwald sowie auf der Seite "Moor-Wanderungen" ausgewählte Wandervorschläge.

Moore im Naturpark Südschwarzwald

Broschüre "Moore"
Althüttenmoos (Ibach im Schwarzwald)
Das Althüttenmoos umfasst verschiedene Torfkörper in einer ostexponierten, versumpften und bewaldeten Talrinne. Die Moore erstrecken sich vom Quellbereich auf 1060 m über NN in einer karartigen Mulde, nach Südosten abfallend, fast bis zur Mündung ...
Blindenseemoor (Schönwald)
Das Blindenseemoor entstand auf einer weit ausgedehnten Hangschulter unterhalb der Blindenhöhe. Es besteht aus zwei Hochmoortorfkörpern, die durch eine offene, baumfreie Niedermoorrinne getrennt sind. Das Blindenseemoor stellt ein Spirkenmoor dar ...
Briglirain (Furtwangen)
Am Briglirain findet sich ein asymmetrisches Hochmoor, das an ein Niedermoor direkt unterhalb des Sattels (Wasserscheide) anschließt. Das Moor ist im unteren Teil stark aufgewölbt. Es handelt sich um ein Spirkenhochmoor, welches nicht mehr wächst, ...
Brunnmättlemoos (Herrischried)
Im Brunnmättlemoos liegt in einer Seitenmulde des Tales auf etwa 960 m über NN ein stark aufgewölbter Moorkörper. Das Moor hat bergseitig Anschluss an das Mineralbodenwasser und weist daher fast auf ganzer Fläche Niedermoorpflanzen wie das ...
Dresselbach (Schluchsee)
Am Dresselbach liegen in einer versumpften Talrinne direkt am Grillplatz saure, mesotrophe bis eutrophe Niedermoore vor. Diese werden von Fichtenwald gesäumt. Weiter talaufwärts finden sich auch moosreiche, feuchte Fichtenmoorwälder. Zum ...
Feldseemoor (Feldberg)
Unterhalb der Endmoräne, die den Feldsee begrenzt, liegt ein bunter Moorkomplex, der oligotrophe und mesotrophe Niedermoore, Übergangsmoor und stellenweise Moorwald umfasst. Er wird talseitig von einem älteren Moränenstadium eingerahmt. Stellenweise ...
Gaishaltermoos (Görwihl)
Saure, quellige Hangniedermoore und Talbodenversumpfung mit dreißig bis hundert Zentimeter Torfmächtigkeit. Früher systematisch entwässert und mit Fichte (Picea spec.) aufgeforstet. Heute ist die Fichtenaufforstung großenteils entfernt und das ...
Großherrischwand (Herrischried)
In Großherrischwand und Giersbach finden sich auf großer Fläche Niedermoore und Reste eines alten Hochmoor-Torfkörpers. Die ganze Talsohle ist nur schwach geneigt und auf stauender Unterlage versumpft. Die Flächen werden gemäht und stellenweise ...
Grüble Niedermoor (Feldberg)
Der Emil-Thoma-Weg führt auf der Ostseite des Feldberges im sogenannten Grüble durch eine vermoorte Talrinne. Hier finden sich hochmontane bis subalpine Formen des Braunseggensumpfes sowie bei Basenreichtum des Herzblatt-Braunseggensumpfes mit ...
Hinterzartener Moor (westlicher Teil) (Hinterzarten)
Der westliche Teil des Hinterzartener Moores ist durch allmähliche Verlandung eines Sees entstanden. Da der See und heute auch weite Teile des Moores von den umliegenden Hängen mit mineralstoffreichem Wasser versorgt werden, handelt es sich ...
Hirschbädermoor/Zweiseenblickmoor (St. Blasien)
Das Hirschbädermoor ist in außergewöhnlicher Lage auf einem schmalen Sattel zwischen Menzenschwander Albtal und der Talmulde von Neuglashütten auf 1270 m bis 1290 m über NN entstanden. Es stellt damit wohl das höchstgelegene Hochmoor ...
Horbacher Moor (Dachsberg)
Das Horbacher Moor stellt ein klassisches aufgewölbtes Hochmoor in Wasserscheidenlage dar. Es ist aus einem späteiszeitlichen See entstanden und zählt mit einer maximalen Profiltiefe von 17 m zu den tiefgründigsten Mooren ...
Ibacher Klusenmoor (Ibach im Schwarzwald)
Das Klusemoor liegt südlich von Ibach und umfasst eine vielgestaltige Moorlandschaft. Die Moore werden zum größten Teil vom Winkelbach und vom Ibach eingerahmt. Im nördlichen Bereich finden sich wüchsige Fichtenbestände auf Anmoor und Torf, im ...
Kohlhüttenmoos (Ibach im Schwarzwald)
Das Kohlhüttenmoos stellt eines der höchstgelegenen Hochmoore des Hotzenwaldes dar. Mit einer Höhe von 1045 m über NN markiert es die Obergrenze der Vorkommen der Spirke (Moor-Kiefer, Pinus rotundata). Diese wächst hier nur mit einer kleinen ...
Moor an der Martinskapelle (Simonswald)
Im Bereich der Quelle des Griesbach findet sich ein Moorkomplex, der Niedermoore und ein kleines asymmetrisches Hochmoor umfasst. Das Hochmoor wurde durch Gräben entwässert und wird stellenweise von Waldkiefer (Pinus sylvestris), Fichte (Picea ...
Moor beim Reinertonishof (NSG Elzhof) (Schönwald)
Reste eines Spirkenhochmoores als Insel mitten im Grünland auf der Talsohle unweit des Reinertonishofes. Im Moor finden sich verlandete Torfstiche, welche die einzige offene Restfläche des Moores darstellen. Das Hochmoor wird umgeben von ...
Niedermoore Schwarze Säge (Görwihl)
Nordwestlich der Schwarzen Säge liegen im Bereich der Vereinigung von Turbenmoosbächle und Gaishaltermoosbächle offene Niedermoorflächen, Hochstaudenfluren und fleckweise Borstgrasrasen. Die Talrinne ist landschaftlich sehr schön und es bietet sich ...
Niedermoore Steinernes Kreuz (Moorhütte) (Görwihl)
Beim Steinernen Kreuz öffnet sich ein erster Blick in die versumpfte bis vermoorte Talrinne, die sich nach Osten hinab bis zur Schwarzen Säge zieht. Im obersten Bereich sind die Niedermoore offen, man findet einzelne Gruppen der Spirke (Moor-Kiefer, ...
Nonnenmattweiher (Kleines Wiesental)
Der Nonnenmattweiher wurde künstlich aufgestaut und die vorhandenen Torfpolster schwammen auf und bilden seither ein recht ungewöhnliches Moor. Im Weiher wurde versucht, Fische zu züchten, auch die Nutzung von Wasserkraft zur Elektrizitätsgewinnung ...
Rüttewies (Dachsberg)
In Rüttwewies findet sich in landschaftlich schöner Lage, am Fuße eines Weidberges, ein kleiner Moorkomplex mit Niedermooren und einem Spirkenhochmoor. Im Hochmoor wurden früher ein Torfstich sowie einzelne Gräben angelegt. Das Hochmoor ist heute ...
Sauermatte (Simonswald)
Die Sauermatte liegt in einer karartigen Talmulde am Ostabfall des Rohrhardsberges (und kann auf dem Wanderweg vom Elztal her umwandert werden). Dort hat sich auf 1080 m über NN ein oligotrophes Hangmoor entwickelt, welches im Übergangsbereich zu ...
Scheibenlechtenmoos (St. Blasien)
Das Scheibenlechtenmoos ist in einer südexponierten Hangmulde direkt östlich des Spießhorns entstanden und befindet sich in landschaftlich reizvoller Lage. Es zählt mit fast 1100 m über NN zu den höchstgelegenen Mooren Baden-Württembergs. Wie das ...
Silberbrunnenmoos (Görwihl)
Das Silberbrunnenmoos ist geprägt durch landschaftlich reizvolle saure Niedermoore. Es erstreckt sich über die ganze Talrinne des Silberbrunnenbächles. Das Silberbrunnenmoos umfasst auch den Rest eines Hochmoores, das von der Talseite aus ...
Taubenmoos Bernau (Bernau im Schwarzwald)
Das Taubenmoos umfasst auf der Talsohle beziehungsweise am Hang liegende Komplexe aus Moorwäldern, Bruchwaldstadien, offenen Niedermooren sowie den Rest eines stark aufgewölbten Hochmoorkörpers. Die Hangniedermoore sind stellenweise stark geneigt ...
Tiefenhäuserner Moor (Höchenschwand)
Das Tiefenhäuserner Moor zählt zu den stark genutzten Mooren und weist dennoch reizvolle Einblicke in recht nasse Stadien von Berg-Kiefernmooren unterschiedlicher Nährstoffstufen auf. Im Tiefenhäuserner Moor wurde früher Torf abgebaut und damit ...
Urseemoor (Feldberg)
Das Urseemoor stellt eines der wenigen Verlandungsmoore des Südschwarzwaldes dar, die noch überwiegend von Schwingdecken geprägt werden. Es handelt sich um eine schwimmende, zwei Meter mächtige Torfdecke, die von mehreren Metern freier Wassersäule ...
Waldhofwiese (Feldberg)
Direkt südlich der Waldstraße zum Raimartihof liegt die Waldhofwiese, ein Niedermoorkomplex auf 1000 m bis 1020 m über NN. Das Moor ist mit 4° bis 5° Hangneigung recht steil und wird aus dem Hang gut mit Wasser versorgt. Das Niedermoor wird von ...
Zastler Loch (Oberried)
Oberhalb der Zastler Hütte erreicht man auf dem Naturlehrpfad kleine, meist quellige Niedermoorflächen, die von einer Durchdringung von eher typischen Niedermoorarten mit besonders aus der Gruppe der Glazialrelikte geprägt werden. So finden sich ...
Zollhausried (Blumberg)
Das Zollhausried liegt direkt östlich von Blumberg an der Aitrach auf der europäischen Wasserscheide. Diese ist während der Würm-Kaltzeit (115.000 bis 10.000 Jahre vor heute) durch die Anzapfung der Feldberg-Donau durch die Wutach bei Blumberg ...
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