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Eichener See © H. Heise

Eichener See (Schopfheim)

Entstehungsgeschichte
Der Eichener See liegt in der Nähe der gleichnamigen Gemeinde, nicht weit entfernt von Schopfheim. Im Jahr 2005 wurde er als Naturdenkmal klassifiziert. Er ist ein temporärer See, das heißt man sieht ihn über Jahre nicht, bis er plötzlich wieder an die Oberfläche tritt. Er liegt in der Formation des Muschelkalks, einem Karstgebiet, das zerklüftet ist und Höhlen bildet.

Typisch für ein Karstgebiet finden sich an der Erdoberfläche Dolinen, d. h. Vertiefungen, in denen kein Wasser steht, da es unterirdisch abfließt. Erst nach starken und langanhaltenden Niederschlägen füllt sich der Eichener See innerhalb von 1 bis 5 Wochen von unten mit Grundwasser und verschwindet dann auch wieder innerhalb von 1 bis 20 Wochen. In den letzten hundert Jahren erschien er ca. 20 Mal.

Flora und Fauna
Im Eichener See lebt eine Kiemenfußkrebsart (Tanymastyx lacunaea), deren Vorkommen in Deutschland einmalig ist. Wenn sich der See mit Wasser füllt, ist die Ruhephase der von den Krebsen abgelegten Eiern beendet, und aus diesen Eiern schlüpfen Nauplien (Primärlarve der Krebstiere), die sich auf ihrem Weg zum fertigen Krebs mehrmals häuten. Sie entwickeln sich unter guten Bedingungen rasch zu 1,5 cm großen männlichen und weiblichen Krebsen. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier auf dem Untergrund ab, wo diese dann mehrere Jahre trocken auf der Wiese verbringen können bis zum nächsten Ansteigen des Wasserspiegels.

Besucherhinweise
Will man den See sehen, lohnt sich vor dem Besuch eine Nachfrage bei der Gemeinde Hasel.
Es gibt einen Rundweg um den See.

Nicht weit entfernt liegt die Erdmannshöhle Hasel, die auch besichtigt werden kann.



Eichener See © H. Heise