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Balzender Auerhahn © Boris Kauth

Lücken für Küken

Mit Lebensraumgestaltung das Auerhuhn vor dem Aussterben bewahren

Typisch Schwarzwald, das ist auch das Auerhuhn. Doch trotz intensiver Bemühungen zahlreicher Akteure im Rahmen des Aktionsplans Auerhuhn steht der Waldvogel im Schwarzwald kurz vor dem Aussterben. Der bereits seit vielen Jahren zu beobachtende und zuletzt drastisch verlaufende Rückgang der Auerhuhnpopulation zeigt dringenden Handlungsbedarf auf, denn der Verlust und die Verschlechterung von geeignetem Lebensraum stellen Hauptgründe der negativen Bestandesentwicklung dar.

Für kommunale und private Waldbesitzende, die zum Schutz oder zur Verbesserung dieses Lebensraums beitragen wollen bietet das Projekt „Lücken für Küken“ die passende Möglichkeit. Im Rahmen des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt des Landes Baden-Württemberg unterstützt es Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung finanziell und fachlich.

Gleichzeitig wird nach Abschluss der Pilotphase bis Ende 2019 ein Förderkonzept erarbeitet sein, um in den für das Auerhuhn relevanten Bereichen dessen Schutz und andere Ansprüche an den Wald und die Forstwirtschaft unter einen Hut zu bringen. Dabei arbeitet die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) eng mit dem Naturpark Südschwarzwald zusammen.

Sie haben Interesse, etwas für das Auerhuhn zu tun?

Bitte treten Sie in Kontakt mit uns

Flächenmanagement und Maßnahmenplanung:
Christoph Mozer
Tel.: 0761 4018-170
E-Mail:


Projektpartner:
Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord
Mathias Mohaupt
Tel.: 07223 957715-23
E-Mail:

Projektkoordination:
Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg
Philip Holderried
Tel.: 0761 4018-455
E-Mail:

Wald schützen und nützen, aber wo?

Waldnutzung und Auerhuhnbiotop schließen sich nicht grundsätzlich aus. Oft schafft Waldwirtschaft erst die Strukturen, die das Auerhuhn benötigt. So lieferten viele Formen der historischen Waldnutzung wie die Waldweide oder die Streunutzung einst gute Voraussetzungen für das Auerhuhn.

Den „lichten Waldtyp“, den die Auerhühner bevorzugen, finden wir heute vor allem noch in den Höhenlagen des Schwarzwalds. Auf Flächen, die in der Konzeption des Aktionsplans Auerhuhn mit der Priorität 1 und 2 (siehe Aktionsplan Auerhuhn) ausgewiesen sind, lohnt sich der Einsatz, die bestehenden Waldstrukturen wieder in einen geeigneten Lebensraum zu verwandeln. Zudem ist der Einsatz an bereits bestehenden Strukturen wie Käferkalamitäten, Schneisen oder bei anstehender Jungbestandspflege oder Durchforstung effizient.

Für den Kommunal- und Privatwald bietet das Sonderprogramm im Rahmen der Entwicklung eines Förderinstruments daher zunächst bis Ende 2019 die Möglichkeit für das Auerhuhn aktiv zu werden. Nach gemeinsamer Standortprüfung können Maßnahmen nach dem 15. Juli eines Jahres umgesetzt werden.

Balzzahlen

Grafik Balzzahlen © FVADie jährlichen Zählungen der Hähne bei der Balz geben Aufschluss über die gesamte Auerhuhnpopulation im Schwarzwald. Ausgehend von einem Geschlechterverhältnis von 1:1 ist demnach mit noch 400 Tieren im Jahr 2016 zu rechnen. Der negative Trend wird durch erste Auswertungen der Zählungen 2018 bestätigt.

Dokumente

Projektpartner

Projektförderung

Dieses Projekt wurde gefördert mit Mitteln aus dem Sonderprogramm des Landes Baden-Württemberg zur Stärkung der biologischen Vielfalt.
Einen Steckbrief zum Auerhuhn finden Sie auf unserer Website unter "Besondere Arten".
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