Felsen
Präger Dammläufer
Eine kleine Sensation war es, als 2003 in der „Seehalde“, einer großen Blockhalde bei Todtnau-Präg, eine völlig neue, bisher unbekannte Käferart gefunden wurde. Sie bekam den wissenschaftlichen Namen Nebria praegensis, zu deutsch Präger Dammläufer. Dieser etwa ein Zentimeter lange Käfer lebte seit dem Ende der Eiszeit getrennt von seinen früheren Artgenossen, die heute noch in den Alpen vorkommen, so dass er inzwischen zu einer eigene Art wurde. Er ist eine der ganz wenigen Arten, die in Deutschland endemisch sind.
Zweitälersteig
Wo Dein Herz aufgeht
Der Zweitälersteig entführt in die schönsten und ursprünglichsten Winkel des Elz- und Simonswäldertales. Zu Höhe- und Aussichtspunkten, wie dem Kandel, der Pilgerkapelle auf dem Hörnleberg, dem urtümlichen Rohrhardsberg oder dem langgestreckten Bergrücken von Höhenhäuser hinab nach Waldkirch, wo die wechselnden Fernblicke süchtig machen. Zu Naturschönheiten, wie den sprühenden Zweribach-Wasserfällen, der wild-romantischen Teichschlucht oder dem mächtigen Huberfelsen.
Schluchtensteig
Quer durch den Naturpark Südschwarzwald
Entlang grün bemooster Felswände, vorbei an tobenden Wassermassen oder durch die Stille eindrucksvoller Täler - der Schuchtensteig ist ein ideales Ziel für alle, die rauschende Wasserfälle bestaunen, der sommerlichen Hitze entfliehen oder sich einfach für eine Woche aus dem Alltag ausklinken wollen.
Ausgezeichnet mit dem Prädikat "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" verläuft der neue Fernwanderweg Schluchtensteig quer durch den Naturpark Südschwarzwald.
Felsen-Wanderungen im Südschwarzwald
Felsen und Blockhalden gehören zum Ursprünglichsten, was der Südschwarzwald zu bieten hat. Durch ihre Erscheinung wirken sie massiv und unzerstörbar. Zugleich reagiert die dort lebende, hoch spezialisierte Tier- und Pflanzenwelt sehr empfindlich auf Störungen von außen, wie z.B. intensive Freizeitnutzung.
Fernsicht und Felsen am Belchen
Vom Belchenhaus aus führen zwei bequeme Rundwege um und über den Gipfel. Besonders an der sonnigen Südflanke sind die jäh abfallenden Hänge mit ihren Heidefluren von zahlreichen Felsen durchsetzt; am Nordhang kann man in steinige Lawinenrinnen blicken. Beim Umrunden der freien Kuppe hat man beste Aussichten auf Schwarzwald, Rheinebene, Vogesen und Alpen. Die große, anstrengende Runde führt von der Gipfelkuppe zum Hohkelch, einem Gneismassiv im sich auflösenden Fichtenwald. Dann geht es schroff bergab zum Heideckfelsen oberhalb der Belchenhöfe.
Wanderung im Kostgefäll
Bei dieser anstrengenden Wanderung kommt man auf schmalen Pfaden zunächst durch die Gefällschlucht. Die felsigen Hänge sind übersät mit großen Gneisblöcken, die von den Felsen oberhalb herabgestürzt sind. Der Gefällbach springt in seinem steinigen Bett rauschend zu Tal. Im urigen Schluchtwald geht es steil bergauf, bis sich links zwischen den Bäumen das offene Kostgefäll zeigt. Vorbei an Felsen erreichen wir den Kostgefällhof inmitten seiner schönen Höhenlandschaft.
Durch die felsige Wutachschlucht
Vom Wanderparkplatz bei Gündelwangen steigt man unvermittelt in die Lotenbachklamm ein. Entlang des tosenden Lotenbachs gelangt man über waghalsige Stege und vorbei an beeindruckenden Granitfelsen hinab zur Wutach. Die Wutachschlucht selbst ist wie ein Schaufenster der Erdgeschichte, oft wechselt in den Schluchtwänden das Gestein: Entlang des schmalen Pfades begegnen dem Wanderer Buntsandsteinfelsen mit Karneolknollen oder die schuppig zerbröselnden Schichten des Unteren Muschelkalks.
Felsiges Höllental: Ravennaschlucht, Kaiserwacht und Piketfelsen
Beim Hofgut Sternen im Höllsteig geht es auf dem markierten Wanderweg (gleichzeitig „Heimatpfad Hochschwarzwald“) unter dem eindrucksvollen, 38 m hohen Ravenna-Viadukt der Höllentalbahn hinein in die enge Schlucht. In ihr stürzt die Ravenna rauschend zu Tal, Gneisfelsen rücken schon bald bis nah an den wilden Bach heran. Der schmale Pfad führt über Treppen und Stege steil bergan (Vorsicht bei Nässe: glitschiger Weg!). Mitten in der Schlucht steht die vom Schwarzwaldverein restaurierte Getreidemühle des Großjockenhofs.
Felsen & Blockhalden
Von Menschenhand kaum berührt, prägen Felsen und Blockhalden einen Teil des unverkennbaren Gesichts des Naturparks Südschwarzwald.
Als Relikte der letzten Eiszeit öffnen Felsgebiete ein Fenster in die Vergangenheit. Auf diesen Lichtinseln in der sonst üppig wachsenden Natur lassen sich Spezialisten der Tier- und Pflanzenwelt finden, die an diesen Extremstandorten zu überleben vermögen.
Naturpark Südschwarzwald


