Wolfsmilchschwärmer

Schwärmer sind sehr gute Flieger und zählen zu den schnellsten Insekten. Mit Beginn der Dämmerung wird auch der Wolfsmilchschwärmer (Hyles euphorbiae) aktiv. Um Nektar aus den Blüten saugen zu können schwirren sie vor diesen.  Dieses Verhalten erinnert an den Flug des Kolibris.

Der Wolfsmilchschwärmer fällt durch seine große Flügelspannweite von etwa acht Zentimetern auf. Ein besonderes Kennzeichen ist die intensive rote-schwarz-weiße Färbung der Hinterflügel, die Fressfeinde abschrecken soll. Die Vorderflügel sind dagegen hellbraun mit dunkleren Flecken. Die jungen Raupen sind nachtaktiv und unauffällig grün gefärbt. Die älteren Raupen weisen dagegen eine leuchtende rot-schwarz-weiße Färbung auf und besitzen ein orange-rotes Analhorn. Dadurch werden Fressfeinde vor ihrem giftigen Mageninhalt gewarnt.

Der Wolfsmilchschwärmer ist in weiten Teilen Europas, genauso wie in Nordafrika und bis nach China verbreitet. In Deutschland ist er nach der Roten Liste als gefährdet eingestuft. Dabei ist vor allem die Zerstörung seines Lebensraumes, insbesondere durch Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft, Industrie und dem Verkehr, ausschlaggebend.

Wie der Name schon verrät ist der Wolfsmilchschwärmer eng an die Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias) gebunden. Das Weibchen legt die hartschaligen Eier in kleinen Gruppen auf den Blättern ab. Später dient die Pflanze als Nahrung für die Raupen. Gegen die in der Pflanze enthaltenen Giftstoffe sind sie nicht nur immun, sondern diese dienen auch im Magensaft der Raupen als Schutz vor Fressfeinden.

Wolfsmilchschwärmer (Quelle: VDN/Werner Becker) Raupe des Wolfsmilchschwärmers (Quelle: VDN/Werner Becker)