Winterlinde

Die Winterlinde (Tilia cordata) gehört zur Familie der Malvengewächsen (Malvaceae). Der Laubbaum ist in Mitteleuropa weit verbreitet und kann eine Kronenhöhe bis zu 30 m erreichen. Die Kronen- und Blattform ist leicht herzförmig. In der warmen Jahreszeit haben die Blätter eine dunkelgrüne Farbe, die sich im Herbst zu gelb verfärbt. Stammt die Linde aus einer Baumschule, ist der Stamm durchgängig gerade. Bei Wildwüchsen kann es dagegen sein, dass der Stamm gebogen und geteilt ist. Die Rinde des Baumes ist braun und zunächst glatt, wird jedoch nach mehreren Jahren längsrissig. Die Wurzel des Baumes ist ein tiefer Herzwurzler. Bei guten Verhältnissen kann der Laubbaum mehrere hundert Jahre alt werden, teilweise auch 1000 Jahre. Die eierförmigen Knospen sind rot-braun und treiben zwischen März und April aus. Nach dem Blattaustrieb erscheinen die weißlich-gelben Blüten. Die Blütezeit der Linde ist zwischen Juni und Juli.

Das weiche Holz der Linde ist weiß-gelblich und eignet sich sehr gut für Bildhauerarbeiten, Schnitzereien und Drechslereien. Die Linde benötigt Sonne bis Halbschatten. Der Boden sollte sandig bis lehmig sein und zudem schwach sauer bis alkalisch. Die Winterlinde kommt von der Ebene bis in eine Höhe von rund 1.400 Metern vor.

Stamm einer Winterlinde (Foto: VDN/Ruth Reheuser)