Leuchtmoos

Das Leuchtmoos (Schistostega pennata) zeichnet sich durch seine besondere Eigenschaft aus: es leuchtet. Dabei handelt es sich nicht um eine aktive Lichtausstrahlung, sondern um ein optisches Phänomen. Das Protonema besteht aus linsenförmigen oder kugeligen Zellen, in denen durch die Krümmung der Zelloberfläche das Licht auf die an der Hinterseite der Zellen konzentrierten Chloroplasten gebündelt wird. Nach dem Durchgang durch die Chloroplasten wird das nicht absorbierte Licht (Grünanteil) wie von einem Hohlspiegel reflektiert. Durch diesen Effekt scheint das Moos bei bestimmten Lichtverhältnissen hellgrün zu leuchten. Das Moos selbst ist bläulich grün und wächst in lockeren Rasen mit bis zu 1,5 cm Höhe.

Es bevorzugt saure, schattige, luftfeuchte und regengeschützte Standorte im Bereich von Wäldern. Sehr häufig ist es unter Felsvorsprüngen und in Höhlen, aber auch in von Menschen geschaffenen Stollen, Steinbrüchen und alten Kellern zu finden. Im Südschwarzwald wächst das Leuchtmoos vor allem auf Buntsandstein, Granit und Gneis.

Leuchtmoos unter einem Felsen (© VDN/Filipp)