Hecht

Der Hecht (Esox lucius) ist ein Raubfisch und gehört zur Familie der Hechte (Esocidae). Der Fisch ist in süß- und brackwasserführenden Gewässern der nördlichen Hemisphäre verbreitet. Er wird auch als Speisefisch verwendet, lässt sich aufgrund seiner Aggressivität jedoch nur schwer züchten.

Die Länge des Fisches kann bis zu 1,5 m und sein Gewicht bis zu 20 kg betragen. Der Körperbau ist langgestreckt und läuft nach vorne spitz zu. Die Rücken- und Afterflossen sind weit nach hinten verlagert und ermöglichen dadurch blitzartige Beschleunigungen und Wendemanöver. Je nach Lebensraum ist die Färbung unterschiedlich, zumeist ist sie braun-grün-weiß. Der Kiefer ist mit umklappbaren Fang- und Hechelzähnen bestückt, die nach hinten gebogen sind.

Die Laichzeit beginnt im März und endet im Mai, allerdings kann der Laichtermin variieren, da er von der Wassertemperatur abhängt. Unter den Männchen gibt es in dieser Zeit heftige Rangkämfe, und nur der Sieger darf das Weibchen begatten. Während der Paarung hat das Weibchen eine Fresshemmung, aber nach diesem Prozess erlischt diese schnell, und es ist keine Seltenheit, dass das kleinere Hechtmännchen vom Weibchen gefressen wird.

Der Speiseplan des Hechtes ist recht vielfältig und beinhaltet Fische aller Art sowie Vögel, Frösche, kleine Säugetiere und sogar Artgenossen. Der Hecht ist ein Standfisch und hält sich gerne in Ufernähe von Fließgewässern, Seen und größeren Teichen auf. Er bevorzugt Schilfränder und ähnliche Deckungsmöglichkeiten.

Hecht (Foto: VDN/Thomas Ebelt)