Grünspecht

Der Grünspecht (Picus viridis) wird im Volksmund oft als "Lachvogel" bezeichnet. Diesen Namen verdankt er seinem markanten Ruf, der an ein Lachen erinnert. Nach dem Buntspecht ist er die zweithäufigste Spechtart Deutschlands.

Der Grünspecht trägt, wie sein Name bereits verrät, ein grünes Federkleid und einen gelben Bürzel. Dieses bietet ihm eine gute Tarnung insbesondere, wenn er am Boden auf Futtersuche ist. Weit auffälliger sind dagegen seine feuerrote Kappe und die schwarze Gesichtsmaske. Letztere tritt jedoch erst bei den erwachsenen Tieren auf. Das Männchen ist durch einen roten Wangenfleck vom Weibchen zu unterscheiden.

Am wohlsten fühlt sich der Grünspecht auf halboffenen bis offenen Wald- und Grünflächen. Besonders Streuobstwiesen bieten ideale Bedingungen für die Nahrungssuche und Brutpflege der Grünspechte. Speziell diese Lebensräume nehmen in Deutschland stetig ab, wodurch der Grünspecht immer weniger Raum zum Leben findet. Dennoch hat die Grünspechtpopulation in den letzten Jahren, im Gegensatz zu vielen anderen Vogelarten, zugenommen. Das liegt daran, dass die vergangenen Winter in Deutschland überdurchschnittlich mild waren, was dem kältempfindlichen Vogel zugute kommt.

Der Grünspecht ernährt sich und seine Jungen überwiegend von Ameisen sowie deren Larven und Puppen und in geringerem Maße von anderen Kleininsekten. Diese kann er mit seiner bis zu 10 cm langen, klebrigen Zunge aus Löchern in Ameisennestern oder weichen Baumstümpfen angeln.

Grünspecht (Quelle: VDN/Siegfried A. Walter) - Vogel des Jahres 2014