Goldschildfliege

Der Name der Goldschildfliege (Phasia aurigera) wird auf die goldfarbene Zeichnung auf dem Rücken (=Schild) der männlichen Fliege zurückgeführt.

Die Weibchen sind dagegen unscheinbarer mit einem einfarbigen, dunklen Körper und glashellen Flügeln. Solch ein unterschiedliches Erscheinungsbild zwischen Männchen und Weibchen nennt man Sexualdimorphismus, wie es beispielsweise auch von Ente und Erpel bekannt ist. Beiden Geschlechtern gemein sind die großen, roten Augen.

Man findet die Goldschildfliege in Süd- und Mitteleuropa, insbesondere an struktur- und blütenreichen Waldsäumen. In Deutschland hat sich ihr Verbreitungsgebiet in den letzten Jahren merklich nach Norden verschoben.

Die erwachsenen Fliegen ernähren sich von Nektar. Die Larve der Goldschildfliege lebt dagegen als Parasit in Pflanzen saugenden Wanzen. Zunächst ernährt sie sich von der Körperflüssigkeit und den Fettzellen, später werden auch die wichtigen Organe des Wirtes befallen, so dass dieser stirbt. Somit ist durch die Goldschildfliege eine biologische Regulierung von pflanzenschädlichen Wanzen gewährleistet.