Fichte

Die Gewöhnliche Fichte (Picea abies) ist im Schwarzwald der häufigste Forstbaum. In Baden-Württemberg macht sie 42 % der Waldbestände aus. Von weltweit 36 Arten der Gattung Picea ist nur die Gewöhnliche Fichte im Schwarzwald einheimisch. Sie kommt natürlicherweise in Kaltluftsenken vor oder bildet Moorrandwälder. Standorte der natürlichen Ausbreitung sind der Feldberg, die Baar und entlang der Wutach über 800 m ü.N.N. Fichten können älter als 300 Jahre werden und erreichen eine Höhe von bis zu 60 Metern. Die Fichte wurzelt flach im Boden, weshalb sie gegen Sturmwurf nicht sehr resistent ist und empfindlich auf Trockenheit reagiert, da sie das Wasser nicht aus tieferen Schichten im Boden beziehen kann. Eine weitere Gefährdung der Fichte stellt der Borkenkäfer (Scolytinae) dar, der ihre Bestände durch sein Nist- und Fraßverhalten großflächig zerstören kann. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür bietet der Bayerische Wald. Der Baum ist immergrün und bildet hängende Zapfen. Im Volksmund wird die Fichte auch Rottanne genannt. Daher heißt das Bier der Rothausbrauerei mit den Fichtenzapfen auf dem Etikett auch "Tannenzäpfle".

Die Fichte ist Baum des Jahres 2017 (Foto: VDN/Peter Brezina)